Was Hilft Gegen Panikattacken

Panikattacken gehören zu den unangenehmsten „Volkskrankheiten“ unserer Gesellschaft und man geht davon aus, dass jeder Fünfte mindestens einmal in seinem Leben mehr oder weniger stark davon betroffen ist. Als Ursachen sehen Experten überhöhte Ansprüche an sich selbst bzw. die eigene Leistungsfähigkeit. Jeder der einer bestimmten Herausforderung (Prüfung o. ä.) gegenübersteht, muss sich durch die nervliche Anspannung gewisser Angst aussetzen.

Was hilft gegen PanikattackenWiederholte Misserfolge aus solchen Herausforderungen können die Angst für anstehende Abläufe enorm steigern und Panikattacken hervorrufen. Für den Beobachter sind diese Reaktionen nur schwer nachvollziehbar, da sie oft bei scheinbar harmlosen Anlässen (in öffentlichen Verkehrsmitteln, bei Familienfeiern o. ä.) auftreten.

Empfehlenswert ist es natürlich sofort den Arzt aufzusuchen und sich gründlich durchchecken zu lassen. Sofern organische Störungen als Ursache ausgeschlossen werden können, sollte man als erstes versuchen die Krankheit besser zu verstehen. Autogenes Training kann hier eine große Hilfe sein.

Von Antidepressiva ist abzuraten, da die Nebenwirkungen teilweise sehr unangenehm sein können und das Problem nur aufgeschoben wird. 

.Doch was hilft im Notfall gegen Panikattacken?

Die Mehrzahl der Panikattacken dauern 10 bis 30 Minuten und hören danach von allein auf. In seltenen Fällen können sie aber auch bis zu 2 Stunden andauern. Man sollte sich bewusst machen, dass es vorerst darauf ankommt mit der Angst umzugehen und nicht, sie zu verhindern.

Als spontane Linderung der Symptome haben sich folgende Mittel bewährt:

  • umgehend ein Glas eiskaltes Wasser trinken,
  • in Papiertüte atmen bis sich die Atmung beruhigt hat,
  • Rescue Remedy Tropfen (Bachblüten – wissenschaftlich jedoch nicht erwiesen),
  • wenn möglich, laut Selbstgespräche führen,
  • Nüsse essen oder Kaugummi kauen zum Stress abbauen,
  • Unterhaltung suchen oder jemanden anrufen

Überaus wichtig ist es Geduld mit sich und seinen Fortschritten zu haben. Panikattacken verschwinden nicht übernacht. Ziel muss es sein die eigene Negativität zu anderen Menschen, sich selbst oder bestimmten Anlässen Schritt für Schritt abzulegen.

Im Endeffekt ist es der Betroffene selbst, der sich heilt und von Angst und Panikattacken zu befreien mag. Als überaus erfolgreiche Selbsttherapie hat sich „Weg Mit Der Panik“ von Barry Joe McDonagh erwiesen. Hier kann tatsächlich der erste Schritt zur Heilung von Panikattacken und Angststörungen gemacht werden.

Bedenken Sie: Von Panikattacken befreit man sich langfristig nur, wenn man sich der Angst stellt, anstatt sich nur, wie etwa durch erwähnte Soforthilfe, davon abzulenken.

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